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Delphine de Vigan - Nach einer wahren Geschichte

Random House Audio,
ungekürzte Lesung (Martina Gedeck)
 

€ 22,99

(Gedruckte Ausgabe im DuMont Buchverlag erschienen)

 

Eine Empfehlung von Brigitte Giesler

 

Delphine de Vigan
Nach einer wahren Geschichte
 

VERWIRRSPIEL MIT DER REALITÄT

„ Nach einer wahren Geschichte“ ist nicht nur der Titel, den Delphine de Vigan ihrem neuen Roman gegeben hat. Mit ihm stößt sie uns von Beginn an hinein in ein Geschehen, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Eine Pariser Bestsellerautorin schreibt einen Roman über eine Bestsellerautorin. Beide heißen Delphine. Und es geht auch um jene Frau, die innerhalb kürzester Zeit ihre Freundin und Vertraute wird. Die Ghostwriterin „L“, die Autobiographien für berühmte Menschen verfasst. Delphine befindet sich nach der Lesereise für ihren letzten Roman im Ausnahmezustand, leidet unter einer Schreibblockade. „L“, die sie auf einer Party kennengelernt hat, schleicht sich in ihr Leben, nimmt ihr scheinbar völlig selbstlos Erledigungen und Pflichten ab, bis sie sich schließlich vollständig in Delphines Biografie einklinkt und sie permanent zum Schreiben einer weiteren „wahren“ Geschichte drängt. Das löst bei Delphine eine tiefe Verunsicherung aus.
Was passiert mit einer Schriftstellerin, wenn sie über sich selbst und ihre Angehörigen schreibt und es ein Bestseller wird? So erging es auch Delphine de Vigan, die 2011 über ihre bipolare Mutter, deren Selbstmord und ihre eigene Magersucht schrieb („ Das Lächeln meiner Mutter“). Jetzt kommt die Sehnsucht des Lesers ins Spiel, die Vigan im Vorfeld nicht beachtete. Plötzlich fängt er an, akribisch zu verifizieren, googelt nach biografisch Fundiertem, setzt das fremde Leben mosaikartig zusammen. Delphine de Vigan möchte ihren Leser genau damit konfrontieren;
Wieso will ich wahre Geschichten lesen? Warum interessiert mich echtes gelebtes Leben mehr als die Fiktion? Virtuos vermengt die Französin Erzählerfigur, Autor sowie die Wahrnehmungsebenen und führt uns erzählerisch gekonnt in die Irre.
Seite um Seite fängt der Leser an zu zweifeln, schwankt zwischen Fakt und Fiktion. Wunderbar nervenaufreibend. Was ist echt? Was ist erfunden?

Martina Gedecks unverwechselbare und eindringliche Stimme vermag es genau diese Stimmung zu spiegeln. Sie schafft es scheinbar mühelos die Distanz zwischen Autorin, Erzählerin und Zuhörer zunehmend miteinander verschmelzen zu lassen, so dass die Stimme der Erzählerin die innere Stimme des Zuhörers wird. Ein echter Hörgenuss mit Suchtgefahr. Wir kennen ähnlichen Stoff aus Filmen und Romanen. Doch das hier ist gruseliger, mehr. Ihr neuer Roman ist ein Thriller über das Geschichtenerzählen. Schnell lesen oder hören, denn der Stoff wird verfilmt!

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