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John Dos Passos - Manhattan Transfer

 

Hörbuch Hamburg

Ein Hörspiel von Leonhard Koppelmann und Hermann Kretzschmar mit Maren Eggert, Ulrich Matthes, Ulrich Noethen uva

€ 20,00

(Gedruckte Ausgabe im Rowohlt Verlag erschienen, € 24,95)

 

Eine Empfehlung von Brigitte Giesler

 

John Dos Passos
Manhattan Transfer

Mit dem Großstadtroman „Manhattan Transfer“ gelang John Dos Passos 1925 der Ruf als Weltautor. Er zeigt die drei Jahrzehnte Metropolengeschichte aus vielfältigen Perspektiven und macht die Stadt zur Hauptfigur. Basierend auf der Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren wurde der Roman erstmals als Hörspiel in Szene gesetzt.

Es setzt ein mit knattern, pfeifen und quietschen. Maschinen sind im vollen Gange, Klänge von Saxophon, Klarinette und Trompete dringen aus den Räumen, die Menschen streiten, weinen. Großstadtgeräusche.
Jetzt fangen alle Sinne des Hörers an zu rotieren, man riecht förmlich die Straßen, das ganz eigene Kopfkino hat seinen Auftritt.
Die Fähre legt an, das Ächzen der Seilwinden, der zerreißende Ton des Horns, Möwengeschrei. Und schon sehen wir im Nebel die Neuankömmlinge. Menschen auf der Suche nach Arbeit, Glück, Macht und Reichtum. Einer liest radebrechend den Polizeibericht in der Zeitung. Später erleben wir ihn als Tellerwäscher. Zur gleichen Zeit wird woanders ein Kind geboren. Ellen, später die begehrteste Frau weit und breit. Die Dialoge der Figuren wechseln ständig, kehren wieder.
Dazwischen meldet sich der Erzähler, beschreibt die Geschehnisse. Über 40 Schauspieler bringen die Stadt zum Leben. Das Hörspiel ist in drei Teile gegliedert und zwar von 1896 bis 1906 - dem Aufstieg zur Metropole, 1913 bis 1916 - zwischen Kapitalismus und erstem Weltkrieg und 1918 bis 1924 - Heimkehr der Veteranen.
Ein Roman, gekennzeichnet durch Erfolg und Versagen, vor allem aber durch eine Abwärtsspirale, in die nicht nur zwielichtige Personen und Gangster geraten, sondern auch die Ehrlichen, die Betrügereien oder dubiosen Geschäften aufsitzen und von der schonungslosen Maschinerie verschlungen werden.

Es ist nie eine durchgängige Handlung, vielmehr kreuzen sich die Figuren wie Ellen, George und Jimmy und dann verlieren sie sich wieder in der Stadt. Amerika entsteht, vielfältige Ströme fließen zusammen und transformieren sich zu etwas Eigenem, zu etwas Neuem.

Hörenswert ist untertrieben.
Manhattan Transfer
ist der reinste Hörfilm, der ein geniales Bild dieser Zeit und alle ihre gesellschaftlichen Facetten spiegelt.

 

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